*schluchz* Brauche Rat von Motorspezialisten

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#31
Hallo Jürgen,

schickes Bild, aber warum verziehst du so die Miene ?


Du wolltest es ja so haben....

"Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung", gelle !


Ich ruf mal an, um nach Lebenszeichen zu forschen.....


Gruss
Markus
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#32
da antworten darf. Hi!
Wundermittel sind so eine Sache. Im Prinzip funktionieren die gelegentlich, haben aber Nebenwirkungen.
Eigentlich kann man gar nicht so richtig was dagegen machen, außer den Motor im Optimalbereich zu betreiben, d.h. keine Kurzstrecken, immer Qualitätskraftstoff und gutes Öl fahren. Das Problem bei den Auslassventilen sind meistens Ölkohleablagerungen am Ventilsitz. Die entstehen u.a. durch unvollständige Verbrennung, wenn der Motor nicht seine Betriebstemperatur erreicht. Freibrennen ist dann so eine Sache, weil der glühende Klumpen Ölkohle an deinem Ventil dieses ebenfalls beschädigen, bzw. zerstören kann.
Wenn sich Ölkohle bildet, kann das Ventil nicht mehr vollständig schließen, d.h. es sitzt nicht mehr richtig im Kopf und kann in den kurzen Phasen, in denen es geschlossen ist, nicht mehr ausreichend abkühlen. Das ist gerade beim Auslassventil lebenswichtig, weil es ja dem ca. 1000°C heißen Abgasstrom ausgesetzt ist.
Das Ventil, das Thomas fotografiert hat muss sehr stark von Kohle besetzt gewesen sein, da es sehr heftig verbrannt ist. Normaler Weise sind die Schäden geringer, rein was die größe Abbrandes angeht. Aber selbst nur eine kleine ausgebrannte Ecke führt zu massiven Kompressionsverlust.
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#33
In Antwort auf:

außer den Motor im Optimalbereich zu betreiben, d.h. keine Kurzstrecken



Und da hakt es eben bei mir bzw. meinen Fahrgewohnheiten. Den Rest hat man ja in der Hand, aber Kurzstrecken sind nicht immer zu vermeiden.
Die Wundermittel hatte ich nicht ernsthaft in Betracht gezogen, da mag es für das Einspritzsystem oder evtl. noch die Einlassventile brauchbare Dinge geben, aber welches Produkt soll nach der Verbrennung noch in der Lage sein, die Auslassventile zu reinigen? Kann ich mir nicht vorstellen..
Letztlich bleibt mir dann doch nur die Variante Fahren und Hoffen (und Ölverbrauch im Auge behalten).

Ensteht die Ölkohle durch verbranntes Motorenöl oder durch unverbrannten Kraftstoff? Sprich, kann auch Ölkohle an den Ventilen entstehen, wenn der Motor keinen Ölverbrauch hat? (Was bei meinem leider nicht ganz der Fall ist ).
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#34
Hallo.
"Früher" und vielleicht auch heute gibt es da schon noch ein preiswertes Wundermittelchen - Bremsflüssigkeit.
Wie dies jedoch der KAT verträgt entzieht sich meiner Kenntnis.
Diese Bremsflüssigkeit wurde z.B. bei Vergasermotoren bei erhöhter Leerlaufdrehzahl ca. 0,2 - 0,5 Liter in den Vergaser geschüttet und der Motor wurde eben bei Drehzahlen über 3000U/min gehalten.
Dabei viel natürlich die Drehzahl sehr weit ab, über den Auspuff kam eine riesige, qualmende Abgaswolke heraus.
Nach dem Befüllen wurde der Motor sofort ausgemacht, oder sogar soviel zum Schuss noch eingefüllte über den Vergaser, dass der Motor abstarb.
Dann musste man nur 1-2Stunden warten, und die Kompression war wieder wesentlich besser - damals musste noch das Ventilspiel neu eingestellt werden, da sich die Ventile durch die Verringerung der Ölkohleablagerungen weiter Richtung Nockenwellen "setzen" konnten.
Ob diese Methode auch beim V8-Motor funktioniert, habe ich noch nie ausprobiert - sollte jedoch auch hier anwendbar sein.
Luftfilterkasten runter und los geht´s.
Gruß Manfred.
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#35
Ja früher, da habe ich das beim Käfer meiner Schwester auch schon gemacht; war Klasse, Einfüllöffnung und Auspuff direkt beieinander... .
Beim V8 traue ich mich irgendwie nicht, da kommt dann auch das Alter und die Vernunft ins Spiel (oder die Unwissenheit, was man da gerade genau macht). Der Käfer gehörte ja nicht mir.

PS.: War die Aktion wirklich für die Auslassvebtile gedacht? So genau kann ich mich nicht mehr daran erinnern, war damals ehrlich gesagt mehr DABEI, als das ich alles selbst gemacht habe...

Bearbeitet von Bernd

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#36
Hallo Roy...
kurz vor vier war der Kopf unten ...heute gibt es nochmal ne Nachtschicht und er wird denke ich fertig sein
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#37
Hi Markus.....
Schickes Bild?? Frau Flodder lässt grüssen wolltest du wohl sagen, oder??
Warum ich so die Mine verziehe???? ...da hat mich eine festsitzende Schraube geärgert
Aber zu guter Letzt habe ich ihr doch noch gezeigt wer der Herr im Hause ist

Gruss Jürgen
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#38
kommt heute auf gar keinen Fall mehr zu Einsatz, es sei denn man hat seinen Kat ausgeräumt, ansonsten kann man das nach so einer Kur gleich machen.
Die Bremsflüssigkeit hat damals in erster Linie die Kolbenböden gereinigt, Kohle an den Ventilsitzen ließ sich so nur unvollständig ablösen.
Je mehr Öl dein Motor braucht, um so größer sind natürlich auch die Ablagerungen an den Ventilen, das ist die traurige Wahrheit. Allerdings braucht jeder Motor Öl auch wenn man es am Peilstab nicht sieht, weil die Verluste durch Kondensate wieder aufgefüllt werden. Ein typisches Beispiel: Ein Auto wird viel Kurzstrecke gefahren und der Besitzer freut sich, dass er keinen Ölverbrauch messen kann.
Dann fährt er in den Urlaub und tritt richtig auf das Gaspedal. Plötzlich fehlt nach 500Km ein Liter Öl- was passierte? Die Kondensate aus unverbranntem Kraftstoff und Wasser, die das Öl verdünnt haben, konnten während längerer Fahrt bei Betriebstemperatur verdunsten und verbrennen und plötzlich fehlt eine erhebliche Menge Schmierstoff. Ein ganz bekanntes "Phänomen".

Alles lagert sich im Brennraum ab, unverbrannte Ölbestandteile, deren Additive, Wasser (das als Bestandteil mit der Luft angesaugt wird), Kraftstoffrückstände. Das ganze bildet ein ziemlich gemeine Pampe, hartnäckig und auf Dauer jedes Motors Tod.

Wenn man wirklich nur Kurzstrecke fährt, ist das die größte Qual, die man einem Motor antun kann. Die Hersteller sprechen bei Betrieb im Stadtverkehr von erschwerten Bedingungen mit kürzeren Ölwechselintervallen. Ein Auto, das ständig auf der BAB unterwegs ist, wird in der Regel ein erheblich längeres Motorleben haben.
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#39
Wir haben uns in Buxtehude auf dem Parkplatz schon mal über das Ölverbrauchsphänomen unterhalten, vielleicht erinnerst Du Dich daran.
Ich konnte bei meinem Motor genau das beobachten; seitdem prüfe ich den Ölstand nur noch nach längeren Etappen, bzw. besonders dann.
Ölverbrauch liegt um und bei 1-1,5 ltr. bei meiner Fahrweise (kaum Drehzahlorgien).

Nur Schade, daß ohne Schädel-Demontage den Verunreinigungen nicht beizukommen ist .

PS. Sooo hoch ist der Kurzstreckenanteil auch nicht, der Dicke wird schon hin und wieder mal warm...
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#41
Warum solte ich mich täuschen ???? Optimismus zählt zwar nicht gerade zu meinen Stärken..aber wenn ein begnadeter Schrauber wie Michael das macht bin ich felsenfest davon überzeugt !!!!
Der Ausgang der 2. Schicht wird hier morgen zu lesen sein...
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#42
Moin,

könnte ein Foto von meinem V8-Kopf sein, nur war´s 2 Zylinder weiter hinten.

Einen Ersatzkopf braucht man bei dem Schadensbild normalerweise nicht. Neue Auslassventile tun´s im Allgemeneinen. Natürlich die "Randarbeiten" (Kopf zerlegen und reinigen; ggf auf Dichtheit prüfen lassen, Ventilschaftdichtungen wechseln etc.) nicht vergessen. Ach und nochwas: da beim Ausbau der Nockenwellen Verkantungen auftreten können, wenn man nicht stur nach RLF die Lagerschalen löst ggf. auf Grate an den Endlagern prüfen und beheben lassen.

Meine Köpfe laufen seit dieser Kur bestens.
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#43
PS: Hab da Foto mal genauer angesehen. Die Feuerstege zwischen den Zylindern sehen noch sehr gut aus und auch mir Ölkohle ist´s recht gut. Sonst keine Erosionen zu sehen. Also nur penibel reinigen, kaputte Teile ersetzen und gut ist.

Die Ursache wäre für mich interessant. Meine Meinung ist, dass entweder zu viel mit hoher Last im Betrieb mit Superbenzin gefahren wurde, oder ein Klopfsensor nicht mehr richtig funktioniert.

Ach nochwas: Wechsel gleich die Ölrückhalteventile mit, sonst baust Du irgendwann die Brücke mit der ganzen Einspritzmimik wieder aus. Ich sprech aus leidvoller Erfahrung.
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#44
Habe gerade mal die Auslassventile in Augenschein genommen.......nur ein leichter, graubrauner Überzug...den man nicht mal als Belag bezeichen kann !!!!

Ich vermute die Ursache in dem weil der Wagen von ner 78 jährigen Frau N U R in der Stadt gefahren wurde und ich zu früh (nach ca. 1000 km) den Motor mal richtig gezwiebelt habe.


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#45
Moin,

kann sein, aber muss nicht. Meine Hilde hat nach ca. 20.000 km scharfer Fahrt ihr Ventil teilweise ausgehustet. Riefen waren übrigends keine im Zylinder und der Brocken blieb unauffindbar (gesucht bis zum Kat).
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